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Osteoporose

Osteoporose

Osteoporose, Knochenschwund, ist eine Erkrankung bei der die Knochendichte und –struktur abgebaut wird. Die Osteoporose ist keine seltene Krankheit. Weltweit leiden zurzeit etwa 200 Mio. Frauen und Männer an Osteoporose. Wissenschaftliche Erhebungen zeigen, dass allein in Deutschland insgesamt 7,8 Mio. Frauen und Männer nach dem 50. Lebensjahr von Osteoporose betroffen sind, wobei die Frauen ca. 83% der Erkrankten ausmachen. Unter anderem sind besonders Frauen nach den Wechseljahren von der Krankheit betroffen.

Ungefähr 30 Prozent aller Frauen und 20 Prozent aller Männer erkranken im Laufe ihres Lebens an Osteoporose.

Feste Knochen sind eine Grundvoraussetzung für einen gesunden Bewegungsablauf. Der Körper wird von Knochen bzw. Skelett gehalten und durch dem Zusammenspiel mit den Muskeln können wir uns bewegen. Bei abnehmender Muskelkraft kann diese durch Training der Muskeln wieder aufgebaut werden.

Knochen können dagegen nicht in dieser Art gestärkt werden. Knochen befinden sich im ständigen Prozess des Abbaus und der Neubildung. In diesem Prozess sollte ein Gleichgewicht zwischen Abbau und Neubildung herrschen. Überwiegt der Knochenabbau, nimmt die Knochenmasse ab und die Knochen werden immer poröser und weniger belastbar. Man spricht hierbei von der Osteoporose - auch Knochenschwund genannt. Die Krankheit ist ein schleichender Prozess, die mit einem steigenden Risiko für Knochenbrüche, Frakturen, einhergeht. Häufig wird die Osteoporose erst nach einem Bruch festgestellt, da die Verringerung der Knochensubstanz nicht weh tut und keine ersichtlichen Symptome erkennbar sind, die auf die Krankheit hinweisen. Hinweise auf die Ausbildung der Osteoporose kann eine Knochendichtemessung bringen und frühzeitig eine Therapie gestartet werden um der Krankheit vorzubeugen.

Faktoren, die eine Rolle bei der Entstehung von Osteoporose spielen sind:

  •     Alter
  •     Geschlecht
  •     Veranlagung

Zu dem können Erkrankungen und Lebensweisen den Knochenabbau auslösen oder beschleunigen:

  • Bewegungsmangel
  • Ernährungsmangel
  • Östrogenmangel (z.B. in den Wechseljahren)
  • Alkoholkonsum, Koffein (Kaffee), Rauchen
  • Bestimmte Medikamente (z.B. Kortison)

Es gibt viele medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten die durch Ernährung, Bewegung und Sport zusätzlich unterstützt werden sollten, um so der Osteoporose entgegen zu wirken.

Gestörter Knochenumbauzyklus bei Osteoporose

Ist der ursprünglich ausgewogene Knochenumbau-Zyklus gestört, werden mehr Knochen abgebaut als aufgebaut. Die Knochen abbauenden Zellen (Osteoklasten) bauen den Knochen schneller ab als die Knochen aufbauenden Zellen (Osteoblasten) diese wieder aufbauen können.

Gestoerter Knochenumbauzyklus bei Osteoporose 1Bei Osteoporose sind Knochen abbauenden Zellen (Osteoklasten) übermäßig aktiv und bauen an vielen Stellen zu viel Knochenmasse ab.

Gestoerter Knochenumbauzyklus bei Osteoporose 2 Die Knochen aufbauenden Zellen (Osteoblasten) versuchen den erhöhten Knochenabbau auszugleichen.

Gestoerter Knochenumbauzyklus bei Osteoporose 3 Es kann nicht genügend neues Knochengewebe gebildet werden. Die Knochenmasse nimmt ab, der Knochen verliert seine Stabilität und man spricht jetzt von der Osteoporose.

Symptome der Osteoporose:

Für die Osteoporose typisch sind Brüche der Wirbelkörper, des Oberschenkelhalses sowie des Unterarmes nahe am Handgelenk.
Osteoporotische Knochenbrüche (Frakturen) können in Situationen auftreten, bei denen ein gesunder Knochen nicht brechen würde: z.B. bei einem leichten Sturz oder einer Abstützreaktion am Treppengeländer. Auch bei einfachen, alltäglichen Bewegungen, wie Heben und Tragen, können schon zu einer Fraktur führen. Zudem erhöht sich das Risiko weiterer Brüche nach der ersten Fraktur zunehmend.
Bei Patienten mit Osteoporose kann es zu Verformungen der Wirbelsäule kommen, die zum sogenannten Kyphose (Witwenbuckel) führen. Diese Verformung der Wirbelsäule kann dann unter Umständen die Atmungsfunktion einschränken und auch zu problematischen Verlagerungen der inneren Organe führen. 

Gesunde Knochenstruktur

Knochenstruktur bei Osteoporose (Knochenmasse nimmt ab, der Knochen wird „poröser“ und dadurch instabil)

Knochenumbauzyklus im gesunden Knochen

Gestoerter Knochenumbauzyklus bei Osteoporose 2Gesundes Knochengewebe wird ständig umgebaut. Zunächst wird altes Knochengewebe durch Knochenabbau-Zellen (Osteoklasten) aufgelöst. Es entsteht vorübergehend eine Mulde in der Knochengrundsubstanz (Knochenmatrix).

Gestoerter Knochenumbauzyklus bei Osteoporose 2Die Knochenaufbau-Zellen (Osteoblasten) bilden neues Knochengewebe an der defekten Stelle.

Gestoerter Knochenumbauzyklus bei Osteoporose 2Die defekte Stelle ist beseitigt, der Knochen ist repariert.

Im Knochenumbauzyklus herrscht ein Gleichgewicht zwischen Abbau und Aufbau des Knochengewebes.